Häufige Fragen an Biopolar

Was ist ökologische Aquakultur?

Ökologische Aquakultur ist die kontrollierte Aufzucht von Fischen und Meeresfrüchten in Farmen unter ökologischen Aspekten. Die ökologische Aquakultur ist erst Mitte der 90er Jahre, durch die Entwicklung spezieller Richtlinien einzelner Anbauverbände in Europa (z. B. Naturland), entstanden. Angeregt wurde die ökologische Aquakultur in Deutschland und Österreich von Ökolandwirten, die für den Bereich Aquakultur eine adäquate Qualitätssicherung verlangten.

In der ökologischen Aquakultur wachsen die Fische (z. B. Lachse, Kabeljau und Garnelen) in naturbelassenen Gewässern heran. Mindestens die Hälfte der Nahrung stammt aus der Eigenproduktion der Gewässer (Kleinkrebse, Insektenlarven, Algen u.a.). Der Rest der Nahrung stammt aus anerkannter ökologischer Landwirtschaft.
Besonders wichtig ist die ökologische Aquakultur in der Shrimps-Produktion. Der sensible Lebensraum der Mangrovenwälder wird an vielen tropischen Küsten zur Anlage großflächiger konventioneller Teichanlagen zerstört. Auch die Wasserqualität wird durch Überdüngung und den Einsatz von Antibiotika massiv beeinträchtigt. Um die Mangrovenwälder zu schützen gibt es in Ecuador Pilotprojekte von Naturland in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit mbH (GTZ) zur ökologischen Shrimps-Produktion (Quelle: in Anlehnung an wikipedia.org).

Worin liegt der Unterschied in ökologischer und konventioneller Aquakultur?

Konventionelle Aquakultur bringt ökologische Probleme mit sich, die denen der Massentierhaltung an Land sehr ähnlich sind: Die Tiere haben zu wenig Platz und sind anfällig für Krankheiten. Daher werden Arzneimittel in großem Stil und vielfach vorbeugend eingesetzt. Energiefutter und Masthilfsmittel ersetzen die natürliche Nahrung. Gegen Algenwuchs und unerwünschte Lebewesen werden Chemikalien eingesetzt. Rückstände dieser Stoffe gelangen zusammen mit den Ausscheidungen der Tiere in die Umgebungsgewässer und beeinträchtigen dort das ökologische Gleichgewicht. Schon in einer kleinen Lachsfarm entstehen 500 t Abwasser im Jahr, in Shrimpsfarmen gehen die Abwässer in die Millionen Liter.

Große ökologische Probleme entstehen auch durch den Bedarf an Futtermitteln. Fischmehl und Fischöl sind für einige der in Aquakultur gehaltenen Arten als Futtermittel unersetzlich. Nach Angaben des WWF (World Wildlife Found) gefährdet der wachsende Bedarf an Fischmehl und –öl für Aquakulturen inzwischen die Bestände frei lebender Fische. Für ein Kilogramm Fischfleisch aus konventioneller Aquakultur sind ca. 4 kg frei lebender Fisch nötig. Die Überfischung der Weltmeere ist die Konsequenz (Quelle: In Anlehnung an www.oeko-fair.de).

Im Gegensatz zur konventionellen Aquakultur werden in ökologischer Aquakultur naturnahe Lebensbedingungen nachempfunden. Es wird streng auf niedrige Besatzdichten der Tiere geachtet. Arzneimittel, Hormone und künstliche Zusatzstoffe finden keine Anwendung. Das Wasser ist folglich frei von Rückständen. Der Einsatz von Fischmehl und –öl als Futtermittel wird beschränkt. Die verwendeten Produkte dürfen zudem ausschließlich aus verarbeitetem Beifang oder den Resten der Speisefischverarbeitung stammen. Die biologische Fütterung steht für eine umweltverträgliche, nachhaltige Aufzucht.

Warum kommen die Garnelen aus Ecuador?

In Europa ist es schwer möglich, eine wirtschaftlich rentable und gleichzeitig nachhaltige ökologische Garnelenzucht zu betreiben. Das Klima bei der Garnelenzucht sollte über das Jahr beständig um die 26 Grad liegen, damit die Tiere gleichmäßig und natürlich aufwachsen können. Dies ist vornehmlich in Regionen um den Äquator der Fall. In Europa gibt es aus diesem Grund noch keine Naturland zertifizierte ökologische Aquakultur für Garnelen. Zudem ist die Energiebilanz der aus z. B. aus Ecuador stammenden Garnelen nicht höher als die der Garnelen aus europäischem Wildfang. Nachhaltige Produktionsmodelle für Garnelen existieren zurzeit nur in Ländern Lateinamerikas und Asiens.

Werden die Garnelen per Schiff oder im Flugzeug nach Deutschland transportiert?

Die Garnelen von Biopolar werden per Schiff nach Deutschland transportiert. Nach der Ernte werden die Tiere sofort verarbeitet, schock gefroren und verpackt. Von Guayaquil im Süden Ecuadors werden die Garnelen dann nach Deutschland verschifft.

Woher stammt das Fleisch von Biopolar?

Rinder-, Schweine- und Lamm-Fleisch von Biopolar stammt von norddeutschen Biohöfen. Verarbeitet wird es auf dem erfahrenen Biohof Bakenhus in Großenkneten bei Bremen, idyllisch gelegen im Naturpark Wildeshauser Geest. Geflügel von Biopolar kommt von süddeutschen Biohöfen und wird in der Bio-Geflügelschlachterei Stauß in Ertingen verarbeitet. Das gesamte Fleischsortiment von Biopolar ist von Naturland zertifiziert.

Wo kann man Produkte von Biopolar kaufen?

Produkte von Biopolar kann man deutschlandweit in Geschäften mit gut sortiertem Bio-Tiefkühl-Sortiment kaufen.

Warum kostet Bio-Fisch mehr als konventioneller?

Die Tiere werden nach Naturland Richtlinien aufgezogen. Die biologische Fütterung steht für eine umweltschonende, nachhaltige Aufzucht. Dabei wird auf künstliche Zusatzstoffe und Gentechnik verzichtet. Artgerechte Tierhaltung, eine geringe Besatzdichte und eine längere Aufzucht machen diese Produkte teurer. Faire Arbeitsbedingungen und die Unterstützung sozialer Projekte in der Region stehen für verantwortliches Handeln.

Welches Mehl wird für die Pizzen von Biopolar verwendet?

Für unsere Biopolar Pizzen wird Weizenmehl aus kontrolliert ökologischer Erzeugung verwendet.

Sind die Garnelen auf der Pizza Bio?

Die Garnelen auf unserer Garnelen-Pizza stammen aus kontrolliert ökologischer Aquakultur in Ecuador. Sie werden nach strengen Naturland Richtlinien gezüchtet.